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Mir scheint, es geht dem Maler wie dem alten Goethe. Dieser negierte den Tod bis in sein hohes Alter, dann stellte er sich ihm und ging ein fast heiteres, produktives Verhältnis mit ihm ein. So auch Lutz Friedel. Der für alle seine Arbeiten charakteristische hintergründige Humor findet sich hier sogar verstärkt. Ebenso seine Ironie, die aber nie resignativ, sondern immer welterschließend ist. Das macht den Zyklus so reizvoll.
Die „Neugier“ hat der Künstler einmal die „Freßlust der Sinne“ genannt, sie sei „das immer Wiederkehrende, seit Urzeiten“. Diese Neugier, die Begier zu wissen ist der treibende Motor seines „Totentanzes“: Erkenntnisgewinn im Umgang mit dem Tod. Ist es ein Einlernen des Todes, ein Vorlaufen zu ihm oder ein Zurückgehen?
Sigrid Damm, Auszug aus dem Buchband „Et in Arcadia ego – Ein Totentanz“, Hirmer Verlag
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